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Bericht zum Skating Lehrgang am Dachstein vom 05.11.-07.11.10 (Stefan´s Gruppe)

Endlich war es wieder soweit und die Schneesaison hielt, wie bereits im letzten Jahr, ihren Einzug beim Skating Lehrgang am schönen Dachstein.

Treffpunkt war am Freitag wieder die Talstation des Dachstein Gletschers, wo sich bis 12 Uhr fast alle Teilnehmer versammelten. Es war schön, nach der Sommerpause wieder befreundete „Hundler-Gesichter“ zu sehen aber auch neue Bekanntschaften wurden schnell geschlossen. Sogar Dillan, ein Musher aus USA, war bei dem diesjährigen Kurs dabei.

Nach einer kurzen Vorab-Begrüßung durch unseren Trainer Stefan Leicht wurden wir noch über das weitere Programm am Wochenende informiert und dann gings endlich mit der Gondel auf unser „Übungsgelände“ in einer Höhe von 2700m.

Leider sind die beiden super präparierten Loipen nicht direkt an der Gondelstation und es erforderte für manche eine große Überwindung, mit den angeschnallten Skating-Brettern die Skipiste bis zur Loipe zu überwinden. Als wir alle, nach einer mir unendlich lang vorkommenden Zeit und einigen Stürzen später, endlich an der Loipe angekommen waren, erwartete uns das Aufwärmtraining, bei der jeder noch einmal die Gelegenheit hatte, sich vorzustellen und zu sagen, was er sich von dem Kurs erwartete. Unsere beiden Trainer Stefan Leicht und Tom Egger machten es uns nicht einfach, das Gleichgewicht zu halten, und spätestens nach dem Aufwärmtraining hatte jeder die Abfahrt vergessen.

Wir bildeten zwei Gruppen und in meiner Gruppe war Stefan unser Trainer. Den Nachmittag verbrachten wir mit viel Gleichgewichtsübungen ohne Stöcke. Da wir alle in dieser Saison das erste Mal wieder auf Schnee standen, waren diese Übungen wirklich wichtig um das „Skigefühl“ wieder zu bekommen. Mit einer der letzten Schleppliftfahrten des Tages begaben wir uns wieder zur Gondel und kamen dann alle ziemlich gleichzeitig im Hotel Kobaldhof an. Die Zimmer wurden verteilt und keiner hielt sich lange mit Auspacken auf, denn Franzi hatte angeboten eine Einführung in Pilates zu geben. Da uns leider keine beheizte Turnhalle zur Verfügung stand nutzen wir das Hallenbad als wärmende Umgebung. Jeder bekam eine Matte als Unterlage und schon gings los. Für die meisten war Pilates Neuland und kaum einer hatte eine Vorstellung, wie anstrengend die Übungen, die bei Franzi so leicht und graziös wirkten, in Wirklichkeit für uns waren. Aber jeder hielt tapfer durch und anschließend gönnten wir uns eine oder mehrere Saunagänge, die in den gepflegten Saunen des Kobaldhofs eine wahre Freude bereiteten.

Zum Abendessen schoben wir die Tische zusammen, so dass wir wie eine große Familie alle an einem Tisch Platz hatten. Das Essen war sehr gut und reichlich und zumindest ich war ziemlich müde, so dass der Abend nicht zu lang wurde.

Am Samstag Vormittag fuhren wir schon früh auf den Gletscher, da eigentlich für Sonntag sehr schlechtes Wetter angesagt war und wir den Samstag daher richtig lang nutzen wollten.

Wir waren sehr froh, dass wir nicht wieder über die Skipiste zur Loipe runterfahren mussten, denn am Vormittag sollte die Ramsauer Loipe unser Trainingsgebiet sein. Nach dem Aufwärmtraining in spielerischer Form befassten wir uns viel mit Gleichgewichts- und Gleitübungen ohne Stöcke. Immer wieder sausten wahre durchtrainierte Profis (zumindest machten sie den Eindruck) an uns vorbei und wir schauten sehnsüchtig nach. Das Wetter meinte es richtig gut mit uns und verwöhnte uns mit viel Sonne. Aber dann kam, was kommen musste. Es war Mittag und wir waren schon ziemlich k.o. als uns einfiel, dass der Weg zur Dachsteinhütte ja nur bergauf geht. Mehr oder weniger gut kamen wir vorwärts und so manch einer überlegte, die Skier auszuziehen. Aber am Schluss haben alle tapfer durchgehalten und wir trafen uns zum Essen im Dachsteinrestaurant.

Nach einer knapp 2 stündigen Pause gings weiter und diesmal aber wieder über die Piste runter auf die Hallstätter Loipe. Naja, auf jeden Fall hatten wir wieder den Schlepplift zum Hochfahren im Visier. Die Piste kam vielen heute nicht mehr so steil vor, als am ersten Tag, vermutlich hat das „Skigefühl“ uns schon ein klein wenig ergriffen......

Auf der Hallstätter Loipe angekommen beschäftigten wir uns mit der 1:2 Technik und Stefan filmte uns, damit wir abends unsere Schwächen aber auch unsere Stärken selbst sehen konnten. Mit dem Schlepplift gings wieder rauf zur Gondel und wieder im Hotel gabs für die, die immer noch ein bischen Kraft hatten eine zweite Pilates Einheit von Franzi. Für die anderen (zu denen ich gehörte) gabs gleich ein paar Saunagänge. Dampfbad und Infrarotkabine kamen auch nicht zu kurz. Nach einem wieder mal perfekten Abendessen kam die Videoanalyse, die mit unserer Gruppe begann. Stefan und Tom gaben wichtige Tips und man konnte die Fehler mit eigenen Augen sehen. Spaßhalber wurden auch schon chiurgische Pläne geschmiedet. Nach uns war Tom´s Gruppe mit der Analyse dran. Später traf man sich noch auf einen gemütlichen Ratsch, der jedoch auch an diesem Abend wieder nicht zu lange andauerte.

Am Sonntag meinte es der Wettergott gnädig mit uns und bescherte am Gletscher noch einmal ein gutes Wetter. Zwar ziemlich windig, aber auszuhalten. Wieder auf der Hallstätter Loipe übte unsere Gruppe das Bogentreten und später widmeten wir uns noch der 1:1 Technik, sowie am Ende des Übungstages noch dem Lady Step (Diagonalskating) für die Anstiege. Gegen 14 Uhr beendete Stefan den Kurs, damit jedem noch genügend Zeit für die Heimreise blieb. So manch einer wollte gern noch eine Woche Kurs dranhängen...

Mein Resümee:

Mit den beiden Top-Trainern Stefan Leicht und Tom Egger ist der Lehrgang erstklassig besetzt und sie geben sich wirklich sehr viel Mühe, auf jeden Teilnehmer einzugehen und deren Leistung zu verbessern. Mir selbst bringt der Kurs sehr viel am Trail und davon abgesehen kommt der Spaß auch nicht zu kurz. Es war wieder ein traumhaftes Wochenende und ich hoffe, dass wir uns alle gesund und munter im nächsten Jahr wieder am Dachstein treffen!

 

© by Bine

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