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Bereits am Donnerstag nachmittag fuhren wir ins schöne Pillerseetal, um am Rennen vom TSDC teilzunehmen, der gleichzeitig der Endlauf zum Alpencup sowie zur int. österreichischen Meisterschaft war. Als wir dort ankamen, trauten wir unseren Augen nicht. Dort, wo noch vor einer Woche das Wasser stand, war Schnee und harter Stake Out vom Feinsten. Ein toller Platz war gleich gefunden und Manfred schlug als erstes den Stake Out für unsere Hunde. Bernie musste sich zurückhalten, da er verletzungsbedingt dieses Wochenende pausieren musste. Was natürlich zufolge hatte, dass jemand anderes sein D2 Gespann fahren musste...... Dieser jemand, nämlich ich, hoffte bis zum Schluß, dass Bernie doch selbst fahren konnte, was sich aber als falsch rausstellte..... Die Startnummernausgabe zog sich massiv in die Länge und ich durfte die Starnummer für die D Klasse nicht beim Abholen der Skijöring Nummer mitnehmen. So stand ich nochmal über 2 Stunden in der Kälte, was zum Auskurieren für meine Grippe nicht besonders förderlich war. Nach einer relativ schlafarmen Nacht, bedingt durch meine Grippe sowie die Nervosität, verging die Zeit am Freitag Morgen viel zu schnell und das Wachsen der Skating Ski ging nebenbei. Digger war am Start wieder kaum zu halten und er schoss mit mir sogleich um die Startkurve. Er ist wirklich ein ganz besonderer Hund. Bedingt durch meine Grippe hatte ich an den Steigungen ziemlich zu kämpfen und durch den Schneefall fiel mir das Schauen ziemlich schwer. Als Gegnerin hatte ich nur Francien Kamp, die jedoch mit zwei Hunden an den Start ging. Die Strecke war traumhaft präpariert und wir kamen nach etwas über 40 Minuten mit nur 3 Minuten Rückstand auf Francien wieder wohlbehalten ins Ziel. Nur einige Stunden später stand ich mit Dream und Arina und dem von mir höchstpersönlich gewachsten Schlitten wieder am Start. Als Konkurrenten hatte ich Waldemar Stawowczyk und Eddy Martens. Gegen Waldemar rechnete ich meine Chancen sehr gering ein, da ich seit 12 Jahren das erste mal wieder auf einem Schlitten stand. Und das erste Mal überhaupt auf so einem Hightec Schlitten...... Nach dem Startkommando sausten Dream und Arina vollgas in die Startkurve. Für mich war diese Kurve als Anfang einfach noch zu stark und ich legte den Schlitten erst mal gleich auf die Seite. Ich kam allerdings gleich wieder auf die Beine, bzw. auf die Kufen und die Fahrt ging weiter. In jeder Kurve hatte ich schwerst zu kämpfen um nicht zu fallen und sogar auf den Geraden konnte ich kaum gerade fahren. So einfach, wie es aussieht, ist Schlittenfahren gar nicht.... Wir kämpften uns tapfer wieder bis ins Ziel und waren sehr erstaunt, dass der Rückstand auf Waldemar nur 29 Sekunden betrug. Der Rückstand von Eddy Martens war 9 Minuten. Der Abend war ruhig und ich war froh bald ins Bett fallen zu können. Am Samstag früh war ich am Überlegen, ob ich überhaupt starten sollte, denn leider war meine Grippe noch stärker und mir gings nicht sehr gut. Aber was ein echter Musher ist, lässt sich durch so was nicht abhalten. Also war ich mit Digger wieder dran und wir beide konnten die Zeit vom Vortag um eine Minute verbessern. Heute war auch Manuel Haslacher mit einem Hund von Sepp Brugger mit am Start. Manuel hatte mich bereits bei der Hälfte des Trails eingeholt, was aber nicht an der Leistung von Digger lag, sondern ich konnte einfach nicht mehr. Später stürzte ich auch noch und verlor einen Stecken. Dank Manuels Hilfe konnte ich aber mit zwei Stecken weiterfahren und konnte mich auf den letzten drei Kilometern noch um 2 Minuten absetzen. Digger bekam eine Monsterstreicheleinheit von Mama und mir. Wieder im Ziel legte ich mich sofort hin und blieb im Bett bis am Nachmittag Christian kam. Dann war es auch schon wieder Zeit für den D2 Start. Ich hatte mir von verschiedenen Mushern zeigen lassen, wie das Kurvenfahren geht und ich hoffte, dass ich diesmal nicht in der Startkurve zum Fallen kam. Einige Freunde waren gekommen um unseren Start zu verfolgen. Diesmal ging alles glatt und wir kamen sicher rum. Mit in etwa dem gleichen Rückstand kam ich wieder hinter Waldemar ins Ziel und war mehr als zufrieden, da ich sturzfrei über den Trail kam. Am Abend gingen wir kurz ins Hallenbadrestaurant, wo wir alles andere als freundlich empfangen wurden. Wir konnten uns jedoch an einen Tisch dazu setzen und es stellte sich heraus, dass zwei der Tischnachbarn die leckeren Nüsse an ihrem Stand verkauften und die anderen beiden ein lustiger Musher und sein Doghandler waren. Schnell wurde gegessen, damit der Tisch flott wieder frei war und um 20 Uhr gingen wir alle gemeinsam zum Musherabend im Freien. Hier sollte gleich auch noch die Siegerehrung zum Alpencup stattfinden. In der Kategorie Skijöring Kat. 2 ein Hund belegte ich vor Manuel Haslacher den ersten Platz. Ich war sehr stolz. In der Kategorie D2 siegte Waldemar Stawowczyk. Schade dass Bernie am Pillersee nicht fahren konnte, denn es wäre sicher noch spannend geworden, da Bernie ja das erste Rennen des Cups in Werfenweng gewonnen hatte. Lange dauerte der Abend für mich nicht und ich ging bereits um halb 10 ins Bett. Bernie war ein super Doghandler und ließ dann noch in aller Ruhe allein die Hunde raus. Am morgen des letzten Renntages war ich immer noch ziemlich krank und langsam neigten sich auch die Tabletten dem Ende. Egal, gestartet wird! Digger übernahm wie immer die Arbeit brav und zog mich in knapp der gleichen Zeit wie am Vortag über den Trail. Ich war sehr schwach und konnte an den Anstiegen kaum mithelfen. Wieder im Ziel war ich sehr glücklich, dass ich die drei Tage verletzungsfrei überstanden hatte. Diesmal war die Zeit nicht so lang zwischen den beiden Starts und Arina und Dream leisteten wieder ganze Arbeit. Leider war ich so schwach, dass ich einige Male stürzte und somit viel Zeit verlor. Aber die Hauptsache war, dass auch die beiden Hunde das Rennen komplett absolvierten. Die Siegerehrung zog sich gleich wie die Startnummernausgabe wieder sehr in die Länge, aber wir blieben tapfer dabei. Ich gewann in der int. österreichischen Meisterschaft ebenfalls den ersten Platz und beim Rennen wurden plötzlich alle Skijörer, egal ob ein oder zwei Hunde und welcher Rasse, zusammengewertet (nur die Kat.3 Hunde wurden komischerweise extra gewertet) und somit erreichten wir Gesamt Platz 9. Für uns zählte jedoch der 2. Platz in unserer eigenen Kategorie mit den Kat. 2 Hunden. In der Kategorie D2 erreichten wir ebenfalls Platz 2 und sind wirklich sehr stolz drauf!!! Ich möchte mich wieder einmal bedanken, bei meinem „Doghandler“ Bernie, der die Hunde perfekt vorbereitet hat und ich wünsche ihm schnelle Besserung, dass er beim nächsten Rennen wieder am Start ist. Ein großer Dank gilt natürlich Mama, die immer für meine psychische und physische Verfassung sorgt. Manfred für die Hilfe beim Stake Out schlagen, wachseln und vieles mehr. Monika und Waldemar Stawowczyk sind mittlerweile sehr gute Freunde geworden und jegliches Konkurrenzdenken ist bei uns nicht mehr vorhanden. Möge immer der Bessere vorne sein. Unsere Hunde sind auf jeden Fall ziemlich gleich schnell.... ;-) Danke auch an Dagmar und Christian, Stoppel & Manu und natürlich meinem Schatz Christian und dem dritten Christian an diesem Tag für euren Besuch und die Anfeuerungsrufe!!!
Wir werden natürlich im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn Eddy an den Pillersee ruft!!!
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